hoch3 Visual Story
Faszination Weltraum
Eine Reise vom TURM-Observatorium
bis zu Neutronensternen
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Faszination Weltraum
Eine Reise vom TURM-Observatorium
bis zu Neutronensternen
Reisen zu fernen Galaxien
Das TURM Observatorium
an der TU Darmstadt
Reisen zu fernen Galaxien
Das TURM Observatorium
an der TU Darmstadt
Mal weg von unserem Erdtrabanten: Das ermöglicht das astronomische Observatorium der TU Darmstadt, seit 2019 ein Außenposten des Fachbereichs Physik für Lehre, studentische Aktivitäten und Outreach. Zu finden ist das TURM Observatorium auf dem historischen Uhrturm in der Hochschulstraße. Interessanter Side-kick: es gibt enge Geschwisterbeziehungen – nach Spanien und Namibia.
Die Instrumente der drei verknüpften Observatorien eröffnen Blicke tief ins Universum: Sie holen ferne Nebel und Galaxien näher heran, messen die Helligkeitsschwankungen von Sternen und verraten so die Existenz von Exoplaneten, und sie liefern Spektren des Sternenlichts, die Aufschluss geben über die chemische Zusammensetzung ferner Objekte.
Welch ein Kosmos für Studierende, für Praktika, Vorlesungen, studentische Teams, Schülerinnen und Schüler! Hin und wieder können auch Interessierte abends durch die Teleskope im vollständig computergesteuerten Darmstädter Observatorium schauen oder live beobachten, was sich aus der Perspektive anderer Erdteile abspielt. Spezielle Kameras übertragen Daten und Bilder via Laptop und Beamer zum Beispiel in einen Hörsaal.
Deutschland, Spanien, Namibia
An der TU ist man auf die Beobachtung der Sonne spezialisiert, die Station in der entlegenen Region im Südwesten Spaniens fokussiert auf den Nachthimmel. Allerdings bleibt auch dort ein besonderer Teil das ganze Jahr hinweg unter dem Horizont. Deshalb ist der Standort in Namibia, am Rand der Namib-Wüste, auf 1.800 Metern Höhe so reizvoll. Ein einsamer Ort mit perfekten Bedingungen und vielen klaren Nächten, um dem südlichen Himmel einige der spektakulärsten Beobachtungsobjekte abzugewinnen: etwa die Region um das Zentrum der Milchstraße, die Kleine und die Große Magellansche Wolke – die größten Zwerggalaxien im Gefolge unserer Milchstraße – sowie ausgedehnte Nebel und Stern-Entstehungsgebiete.
Der Mann am Teleskop
Professor Robert Roth leitet nicht nur die Arbeitsgruppe Theoretische Kernphysik am Institut für Kernphysik (Fachbereich Physik) der TU Darmstadt – er ist auch der Kopf hinter dem TURM-Observatorium. Ob in Vorlesungen, bei Live-Beobachtungen oder im Stream auf Twitch: Gemeinsam mit seinem Team öffnet er kleinen wie großen Astronomiebegeisterten die Tür zur Forschung – live und zum Miterleben.
Deep Sky Aufnahme: Plejades (M45), TURMX @ E-EyE Observatory, Extremadura
Deep Sky Aufnahme: Plejades (M45), TURMX @ E-EyE Observatory, Extremadura
Deep Sky Aufnahme: Tarantula Nebula , TURMN @ Namibia
Deep Sky Aufnahme: Tarantula Nebula , TURMN @ Namibia
Deep Sky Aufnahme: Horsehead and Flame Nebula (IC434), TURMX @ E-EyE Observatory, Extremadura
Deep Sky Aufnahme: Horsehead and Flame Nebula (IC434), TURMX @ E-EyE Observatory, Extremadura
Deep Sky Aufnahme: Southern Pinwheel Galaxy (M83), TURMN @ Namibia
Deep Sky Aufnahme: Southern Pinwheel Galaxy (M83), TURMN @ Namibia
Deep Sky Aufnahme: Bat Nebula (NGC6995), TURMX @ E-EyE Observatory, Extremadura
Deep Sky Aufnahme: Bat Nebula (NGC6995), TURMX @ E-EyE Observatory, Extremadura
Deep Sky Aufnahme: Southern Beehive Galaxy (NGC 2516), TURMN @ Namibia
Deep Sky Aufnahme: Southern Beehive Galaxy (NGC 2516), TURMN @ Namibia
Ein bisschen Historie ...
Der Uhrturm: 1904 bis heute
Ein bisschen Historie ...
Der Uhrturm: 1904 bis heute
Der Uhrturm, auf dessen Spitze heute das Observatorium steht, wurde 1904 als Neubau zwischen den Institutsgebäuden in der Hochschulstraße nach einem Entwurf von Friedrich Pützer fertiggestellt. In der Turmhaube befand sich mit einer Sendestation für Nachrichtentechnik damalige High-Tech, im Uhrturmgebäude der Hörsaal des weltweit ersten Lehrstuhls für Elektrotechnik, auf den Erasmus Kittler berufen wurde. In der Darmstädter Brandnacht am 11. September 1944 wurde der Turm weitgehend zerstört, wie auch große Teile der umgebenden Bauten, die nach dem Krieg zügig und recht schlicht wiederhergerichtet wurden.
In letzter Zeit wurde die Baugeschichte des Turms weitergeschrieben und das Wagnis eines modernen Gebäudeabschlusses statt einer Rekonstruktion eingegangen: Nun ist auf dem Turmstumpf die astronomische Beobachtungsplattform zu finden, umschlossen von einer modernen Turmhaube, einem nach oben offenen, drei Meter hohen Kubus aus Stahl und künstlerisch gestaltetem, transluzentem Glas.
Der Uhrturm, auf dessen Spitze heute das Observatorium steht, wurde 1904 als Neubau zwischen den Institutsgebäuden in der Hochschulstraße nach einem Entwurf von Friedrich Pützer fertiggestellt. In der Turmhaube befand sich mit einer Sendestation für Nachrichtentechnik damalige High-Tech, im Uhrturmgebäude der Hörsaal des weltweit ersten Lehrstuhls für Elektrotechnik, auf den Erasmus Kittler berufen wurde. In der Darmstädter Brandnacht am 11. September 1944 wurde der Turm weitgehend zerstört, wie auch große Teile der umgebenden Bauten, die nach dem Krieg zügig und recht schlicht wiederhergerichtet wurden.
In letzter Zeit wurde die Baugeschichte des Turms weitergeschrieben und das Wagnis eines modernen Gebäudeabschlusses statt einer Rekonstruktion eingegangen: Nun ist auf dem Turmstumpf die astronomische Beobachtungsplattform zu finden, umschlossen von einer modernen Turmhaube, einem nach oben offenen, drei Meter hohen Kubus aus Stahl und künstlerisch gestaltetem, transluzentem Glas.
Postkarte der Hochschulstraße mit Uhrturm, 1910/11. Bild: Stadtarchiv Darmstadt
Postkarte der Hochschulstraße mit Uhrturm, 1910/11. Bild: Stadtarchiv Darmstadt
Der Uhrturm und die angrenzenden Institutsgebäude wurden am 11. September 1944 weitgehendst zerstört. Bild: Universitätsarchiv
Der Uhrturm und die angrenzenden Institutsgebäude wurden am 11. September 1944 weitgehendst zerstört. Bild: Universitätsarchiv
Die Hochschulstraße mit Uhrturm, 2016. Bild: Jan-Christoph Hartung
Die Hochschulstraße mit Uhrturm, 2016. Bild: Jan-Christoph Hartung
Montage des TURM Observatoriums am 6. November 2019. Bild: Felix Heinemann
Montage des TURM Observatoriums am 6. November 2019. Bild: Felix Heinemann
Die Kuppel auf dem Uhrturm beherbergt eine vielseitige Anlage mit mehreren Teleskopen. Bild: Rahel Welsen
Die Kuppel auf dem Uhrturm beherbergt eine vielseitige Anlage mit mehreren Teleskopen. Bild: Rahel Welsen
Die Hochschulstraße mit TURM Observatorium im März 2022. Bild: Frederick Packwitz
Die Hochschulstraße mit TURM Observatorium im März 2022. Bild: Frederick Packwitz
Feierliche Einweihung des TURM Observatoriums mit dem TU-Chor am 23. März 2022. Bild: Gregor Rynkowski
Feierliche Einweihung des TURM Observatoriums mit dem TU-Chor am 23. März 2022. Bild: Gregor Rynkowski
Der illuminierte Uhrturm mit Observatorium im März 2022. Bild: Gregor Rynkowski
Der illuminierte Uhrturm mit Observatorium im März 2022. Bild: Gregor Rynkowski
Sterne der Forschung
Das Institut für Kernphysik und
das Profilthema Nuclear Science
Sterne der Forschung
Das Institut für Kernphysik
und das Profilthema Nuclear Science
Das Institut für Kernphysik (IKP) ist ein wesentlicher Player im Forschungsfeld Matter and Materials der TU Darmstadt. Es bietet Forschung und Lehre auf den Gebieten der Kernstrukturphysik, nuklearen Astrophysik, der Relativistischen Schwerionenphysik, der Plasma- und Astroteilchenphysik, der Beschleunigerphysik und verwandten Feldern in experimentellen und theoretischen Arbeitsgruppen.
Teams des Profilthemas Nuclear Science bündeln Expertise zur Mikrophysik von Atomkernen und zur Makrophysik kosmischer Explosionen, an denen Neutronensterne, die größten Kerne des Universums, beteiligt sind.
Ihre Herausforderungen beschreiben die Forschenden so: „ Unser Ziel ist die Erforschung der Struktur und Dynamik von Neutronensternen, ihrer Verschmelzung und der Synthese der chemischen Elemente in den entsprechenden Fusionsprozessen. Die quantitativen Beschreibungen von Atomkernen und Kernmaterie sowie ihre experimentelle Untersuchung gehört dabei zu den wesentlichen Forschungsthemen.“
Das wurde kürzlich erforscht
Bild: KI-generiert
Bild: KI-generiert
Welche komplexen Kräfte wirken in Atomkernen? Um dies besser verstehen zu können, hat ein Forschungsteam der TU Darmstadt und des Los Alamos National Laboratory in den USA astrophysikalische Explosionen genutzt. Die Ergebnisse wurden im renommierten Journal „Nature Communications“ veröffentlicht. Die Forschenden griffen auf maschinelles Lernen und Künstliche Intelligenz zurück, um die Daten aus astrophysikalischen Beobachtungen einzubeziehen. Ziel war ein besseres Verständnis für die Wechselwirkungen von Neutronen und Protonen in dichter Materie.
Bild: NASA
Bild: NASA
Wie entstehen schwere Elemente im Universum? Eine wichtige Rolle spielen dabei extrem neutronenreiche Atomkerne und deren Beta-Zerfallsraten. Diese konnten bislang kaum experimentell bestimmt werden. Forschende der TU Darmstadt haben nun theoretische Vorhersagen für solche Prozesse entwickelt und erfolgreich mit experimentellen Daten verglichen. Die Ergebnisse wurden im renommierten Journal „Physical Review Letters“ publiziert.
Physik an der
TU Darmstadt studieren
Von den Grundlagen bis
zum Sternenhimmel
Physik an der
TU Darmstadt studieren
Von den Grundlagen
bis zum Sternenhimmel
Ein Physikstudium an der TU Darmstadt öffnet den Blick auf die kleinsten wie die größten Systeme der Natur – von Elementarteilchen bis zum Kosmos. Der Bachelor Physik vermittelt dafür fundierte Grundlagen in klassischer und moderner Physik, von Mechanik und Elektrodynamik bis zu Kern- und Quantenphysik, mit einem hohen Praxisanteil: In jedem Semester stehen Laborpraktika auf dem Programm – darunter auch praktische Einsätze mit den Instrumenten des TURM-Observatoriums.
Im Master Physik lässt sich die eigene Spezialisierung danach frei gestalten. Wer sich besonders für Astronomie, Astrophysik und die Erforschung von Atomkernen und Neutronensternen begeistert, findet im englischsprachigen Master "Physics International" mit der Vertiefung "Nuclear Physics and Astrophysics" ein maßgeschneidertes Programm.
Wer stattdessen tiefer in die Beschleunigerphysik einsteigen möchte – eines der Kernthemen des Instituts für Kernphysik –, ist im neuen, gemeinsam mit den Universitäten Mainz und Frankfurt angebotenen Master "Particle Accelerator Science" richtig aufgehoben.
Auch angehende Lehrkräfte kommen im Lehramtsstudium Physik auf ihre Kosten – inklusive der Faszination, die sich vom Observatorium direkt in den eigenen Unterricht tragen lässt.
Klingt nach Deinem Weg? Physik-Absolvent:innen stehen exzellente und vielseitige Berufsperspektiven offen – von Forschung und Lehre über Unternehmensberatung bis zum Risikomanagement in Banken und Versicherungen.












